Mit Achtsamkeit ins neue Jahr. Warum weniger vornehmen manchmal mehr bringt
- manjajuckel

- 6. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Der Jahresbeginn ist für viele ein Moment des Neuanfangs. Die Kalender sind frisch, die Vorsätze ambitioniert: gesünder leben, produktiver werden, mehr schaffen. Doch zwischen all den „Muss“-Zielen geht oft das verloren, was uns wirklich gut tut. Die bewusste Verbindung mit dem Moment. Achtsamkeit kann genau hier eine wertvolle Alternative bieten. Und dies nicht als weiterer Punkt auf der To-do-Liste, sondern als Haltung für mehr Klarheit, Gelassenheit und psychisches Wohlbefinden.
Was bedeutet Achtsamkeit eigentlich?
Achtsamkeit (engl. „mindfulness“) beschreibt die Fähigkeit, mit voller Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Moment zu sein – ohne zu werten. Sie stammt ursprünglich aus der buddhistischen Meditation, hat aber längst ihren festen Platz in der Psychotherapie gefunden. Verfahren wie MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction) oder ACT (Akzeptanz- und Commitment-Therapie) nutzen Achtsamkeit gezielt, um mit Stress, Ängsten und innerem Druck besser umzugehen.
Warum gerade jetzt?
Der Jahresbeginn ist emotional aufgeladen. Viele Menschen spüren Leere nach dem Feiertagstrubel, setzen sich unter Druck, „neu“ und „besser“ zu funktionieren. "New Year, New Me". Achtsamkeit bietet hier einen Gegenentwurf. Statt das nächste Ziel zu jagen, lernen wir innezuhalten und zu spüren, wie es uns gerade geht, und anzuerkennen, was ist.
Diese Haltung kann helfen:
Überforderung durch zu viele Vorsätze zu vermeiden
Eigene Bedürfnisse klarer zu spüren
Freundlicher mit sich selbst ins neue Jahr zu starten

Kleine Achtsamkeitsimpulse für den Alltag
Sie müssen nicht meditieren, um achtsam zu sein. Hier ein paar einfache Übungen:
Atem-Anker: Täglich 1–2 Minuten bewusst ein- und ausatmen. Mehr nicht.
Bewusstes Gehen: Beim Spaziergang die Schritte spüren, ohne Musik, ohne Handy.
Dankbarkeitstagebuch: Jeden Abend 3 Dinge notieren, die heute gut waren.
Achtsames Essen: Eine Mahlzeit am Tag langsam, mit allen Sinnen genießen.
Wenn innere Unruhe bleibt
Manchmal merken wir gerade beim Innehalten, wie unruhig, traurig oder angespannt wir wirklich sind. Achtsamkeit kann solche Zustände sichtbar machen und genau das ist wertvoll. Denn erst, wenn wir wahrnehmen, wie es uns geht, können wir gezielt etwas verändern.
Wenn Sie spüren, dass der Jahresbeginn bei Ihnen alte Themen, Sorgen oder emotionale Erschöpfung verstärkt, kann eine psychotherapeutische Begleitung helfen. Therapie und Achtsamkeit gehen oft Hand in Hand, beide fördern Selbstkontakt, Klarheit und innere Stärke.
Achtsamkeit ist kein Ziel, sondern ein Weg. Gerade zum Jahresbeginn kann sie helfen, sich nicht im Optimierungsdruck zu verlieren, sondern bewusst und freundlich mit sich selbst ins neue Jahr zu starten.
Wenn Sie sich mehr innere Ruhe, Klarheit oder Begleitung wünschen, begleite ich Sie gern therapeutisch auf Ihrem Weg. Der erste Schritt beginnt genau hier, im Jetzt.




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